Chaos oder Ordnung

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Unsere Ausstellung besteht zur Zeit aus zwei Räumen. Der zweite, der Objekte heißt, beginnt mit einer Wand. An der Wand befinden sich typische Objekte aus dem Depot in einer geordneten Unordnung. Wir nennen diese Installation „Objektchaos“, mit dem wir an den Prozess erinnern, in dem das Chaos des Depots durch die Arbeit der Kuratoren zur Ordnung, d. h. zur Interpretation geworden ist.

So sieht sie dann aus, unsere Interpretation: Ein großer, offener Raum mit schön geordneten „Kästen“ an der Wand.

 

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Schaut man sich die Objekte an der Wand an, ist es für die meisten Besucher eindeutig, dass die Objekte in allen ethnographischen Sammlungen oder Heimatmuseen genauso gefunden werden könnten. Die Objekte sind die Reste einer in den 1960er-1970er Jahren verschwundenen Bauernkultur. Stühle, Karren, Töpfe oder Krüge wurden aus ihrem einstigen Kontext gerissen, um eine vergangene, museumsreife Kultur zu symbolisieren.

Nun, aber! Die Kultur der deutschen Minderheit in Ungarn ist nicht vergangen, nur weil Wirtschaft, Wohnkultur oder Sprachgebrauch sich geändert haben. Wie kann ein Museum eine Minderheitenkultur visualisieren, ohne in einer historischen Epoche zu erstarren?

Verfasser: Kuti Klára | 2017. 01. 11. 10:03

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