Wir und die Anderen – eine reflexive Ausstellung

In diesem Bereich der Ausstellung wurde das Chaos der Objekte aufgelöst und geordnet.

foto: Varga Edit

In den „Kästen” befinden sich nebeneinander angeordnete Objekte, die bereits Bestandteile einer Erzählung sind, die die Kuratoren „geschrieben” haben.

Entgegen der Prognose der Gründerzeit, ist die Kultur der Ungarndeutschen nicht vergangen. Ganz im Gegenteil! Seit den 1990er Jahren verfügt die ungrandeutsche Kultur über neue Akteure, Beziehungsnetzwerke, neue Erinnerungen und politischen Bildungsmission. Diese sind nicht von Heute auf Morgen entstanden, aber das Museum hat diese dennoch nicht dokumentiert.

Als im Jahr 2015 die neue Ausstellung vorbereitet wurde, hatten die Kuratoren keine andere Wahl, als die Objekte mit der Bedeutung zu versehen und auszustellen, wie sie im Gedächtnis des Museums zu finden waren.

In dem Gedächtnis des Museums war nichts anderes zu finden, als das die Mehrheit das Bild der Minderheit konstruierte, zugleich stereotypisierte. Die Ordnung der Museumssammlung widerspiegelt die Vorurteile und Stereotypen der Ungarndeutschen: „Diese sind die religiösen, fleißigen, sparsamen und verschlossenen…”. So gesehen spricht das Minderheitenmuseum alle an, die Selbstbilder und Fremdbilder zusammen sehen wollen.

Verfasser: Kuti Klára | 2017. 07. 19. 12:26

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